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Tag 17 - Chicago here we come

16. Sept. 2023
2 Min. Lesezeit

Nach unserem gemeinsamen Abschlussabend wird es heute Zeit uns von Nicolet, Glendale und den Gastfamilien zu verabschieden. Den Vormittag verbringen wir noch an der Schule, zum Beispiel in Physik und Geschichte. Sogar einen Tornado Drill bekommen wir am Ende noch mit. Die Zeit vergeht letztendlich wie schon die vergangenen Woche wie im Fluge, so dass unser Abschied immer näher rückt. Ein letztes Mal kommen wir noch einmal alle vor der Schule zusammen, machen Fotos, die Schüler und ihre Gastgeber umarmen sich ein letztes Mal und es fließen Tränen. Viele Schüler wünschen sich länger zu bleiben.

Doch wir müssen los: nach Chicago, erneut mit einem gelben Schulbus, wo wir in Lincoln Park uns neues und letztes Quartier beziehen. Die Sonne scheint und die Schüler schnuppern bereits die Großstadtluft. Hier in der WindyCity gibt es soviel zu sehen und zu entdecken, so dass wir uns auf vielfachen Wunsch entscheiden die Schüler selbst die ersten Eindrücke sammeln zu lassen. Der Lake Michigan ist nicht weit entfernt, Restaurants und Supermaärkte sind ums Eck und auch die öffentlichen Verkehrsmittel sind nach wenigen Gehminuten erreichbar. Also auf in die Innenstadt. Frau Münster und ich entscheiden uns für die Lauf-Variante; d.h. von der Unterkunft rechts raus und dann immer gerade aus, bis der See – der eher wie ein Meer wirkt – direkt vor uns auftaucht. Wir laufen die Uferpromenade entlang, auf der sich viele Jogger, Radfahrer und Sonnenanbeter tummeln. Die Skyline, die bereits von weitem beeindruckend ist wird immer toller je näher wir ihr kommen und nur wenig später tauchen wir ein in das Hochhausmeer, als wir uns entschließen die Uferpromenade zu verlassen. Downtown Chicago ist deutlich mehr los als in Milwaukee. Die Straßen sind voller Menschen, von überall kommt Musik her, der Verkehrslärm mit sich mit dem Stimmengewirr und ein Geschäft reiht sich an das nächste an. Am späteren Nachmittag werfen die Hochäuser bereits ihre langen Schatten und tauchen die Silhouette der Stadt fast minütlich in ein anderes Licht. Die Häuserschluchten die vor uns auftauchen sind teils kilometerlang rund um den Fluss, der durch die Innenstadt fließt, schachbrettartig angeordnet, die Glasfassaden funkeln im wechselnden Licht. Wir lassen uns von der Hektik nicht anstecken, sondern fließen mit dem Strom und nehmen uns immer wieder Auszeiten, um das Gefühl der Stadt aufzusaugen und die Menschen darin zubeobachten.

Am Abend treffen wir in der Innenstadt zwei Schülergruppen, die uns von ihren Erlebnissen erzählen die sie in den letzten Stunden gemacht haben: manche waren in Chinatown essen, andere haben Lincoln Park erlaufen, wieder andere haben geshoppt oder waren Downtown wie wir, um die Skyline und das Stadtleben zu erleben. Ein weiterer toller Tag geht gegen 23 Uhr zu Ende.


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