Tag 18 – Goethe Institut, Chinatown ...
Good Morning Chicago! Die Morgenroutine unserer Schüler sieht total unterschiedlich aus: während manche erst kurz vor dem Aufbruch aus dem Hostel beim Frühstück auftauchen, gibt es auch Early Birds, die den Wecker besonders früh stellen, um z.B. Photos vom Sonnenaufgang zu schießen. Was an unserer Unterkunft hier in Lincoln Park auffällt? Kein Einwegbesteck oder Teller und das erste Mal ein durchdachter Ansatz in den USA Müll - vor allem Plastik - einzusparen. Das gefällt und sollte von anderen Hotels, Restaurants und Supermärkten übernommen werden. Denn nach wie vor wird alles doppelt oder sogar dreifach in Plastik gepackt. Als ich vor einigen Tagen noch in Glendale bei Sendriks einkaufen war, schüttelte die Kassiererin den Kopf als ich ihre Plastiktüten ablehnte und die gekauften Dinge in eine Tragetasche gepackt habe. Aber Umweltschutz in den USA, das ist ein anderes Thema.
Um neun Uhr laufen wir zur Fullerton Station, wo wir die Bahn direkt in die Innenstadt nehmen. Ziel ist das Goethe Institut, direkt am Millennium Park, wo man uns bereits erwartet. Wir werden offiziell begrüßt und bekommen einen Einblick in die vielfältige Arbeit des Instituts, dessen primäres Ziel es ist, die deutsche Sprache und Kultur als NGO im Ausland zu fördern. Leider leidet man, so erfahren wir, seit einiger Zeit unter den immer massiveren Einsparungen, so dass Kurse gestrichen werden müssen und Fördergelder, wie für GAPP, stetig weniger werden. Gerade Programme wie GAPP jedoch bringen Menschen in herausfordernden Zeiten wie diesen näher zusammen und schaffen Verständnis. Warum hier also gespart wird und lieber andere Töpfe mit Milliarden gefüttert werden verstehe ich nicht. Die Jugendlichen sind unsere Zukunft und werden unsere Gesellschaft nachhaltig prägen mit den Erfahrungen die sie im Laufe der Zeit sammeln. Hier lohnt es sich zu investieren, da wir viel mehr Ertrag erzielen können, als wir eingesetzt haben. Hoffentlich erkennt das auch die Politik wieder.
Gegen 11.30 Uhr brechen wir von der Michigan Avenue auf und nehmen die Bahn 🚆 nach Chinatown, wo wir nach einer Besichtigung des Stadtteils und seines angrenzenden Parks, mit tollem Ausblick auf die Skyline, typisch Chinesisch essen gehen. Danach bietet sich am Nachmittag die Gelegenheit all die Dinge zu machen, die noch auf der To Do Liste stehen: Museum, River Walk, Shoppen, spezielle Aussichtspunkt entdecken ... Gegen 23 Uhr kommen wir ziemlich erschöpft, aber mit vielen neuen schönen Eindrücken wieder in unserem Hostel an.
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