Tag 7 – Auf dem Weg zu den Gastfamilien
Wir verlassen heute morgen Goshen in Indiana, um uns auf den Weg Richtung Wisconsin zu machen, wo die Schüler am frühen Abend ihre Gastfamilien kennenlernen. Das bedeutet auch, dass heute unsere Rundreise endet, die uns in den vergangenen sechs Tagen in sechs Bundesstaaten der USA und in einen Kanadas geführt hat: Illinois, Indiana, Pennsylvania, Ohio, Michigan, Wisconsin + Ontario. Damit einher gehen viele schöne und unvergessliche Momente: zum Beispiel der Besuch Clevelands mit der Rock & Roll Hall of Fame oder der Niagara Fälle. Unvergessen wird sicherlich auch unser gestriger Tag bei den Amish bleiben sowie die kommenden Tage, die alle Schüler mit ihrern Partnern und Gastfamilien verbringen können. Eine Möglichkeit, die nur Wenige haben.
Auf der Fahrt Richtung Milwaukee halten wir zunächst für mehrere Stunden direkt im Stadtzentrum Chicagos, der Windy City, wo wir den Navy Pier samt seiner grandiosen Ausblicke und Attraktionen bestaunen. Der Blick auf die Skyline der Stadt und den durch die Sonnenstrahlen glitzernden Lake Michigan sind atmenberaubend. Da Labour Weekend ist und die Temperaturen weit über 30 Grad steigen, sind viele Leute Richtung Wasser unterwegs. Zusätzlich sind einige direkte Durchgangsstraßen gesperrt, was Dean, unseren Busfahrer, zu einem größeren Umweg zwingt. Dieser hat aber durchaus einen großen Vorteil, denn wir fahren direkt zwischen den großen Häuserblöcken hindurch und bekommen somit schon einmal einen kleinen Vorgeschmack auf das was am Ende unseres Austausches noch so alles auf uns wartet. Immerhin werden wir abschließend noch drei Tage in der Stadt sein.
Die Zeit geht leider viel zu schnell vorbei, aber der letzte Programmpunkt des Tages wartet schon auf uns: der Besuch des S.C. Johnson Wax Campus in Racine, einer Stadt die zwischen Chicago und Milwaukee liegt. Diese beheimatet nicht nur die Firmenzentrale, des Putzmittel- und Insektenvernichtsunterunternehmens, sondern besticht auch durch seine spezielle Bauweise durch den Stararchitekten Wright. Dieser entwarf in den dreißiger Jahren des vergangnen Jahrhunderts einen introvertierten Gebäudekomplex, dessen Räume mittels Oberlichtern beleuchtet werden. Im Inneren stützen expressive, pilzförmige Stützpfeilerdas Dach des ersten Großraumbüros. Wright entwarf nicht nur das Gebäude, sondern auch das Interior, inclusive des Mobiliars. Direkt daneben steht der große Research Tower und eine vom Stararchitekten Foster gebaute Gebäudeeinheit die die Geschichte der Firmengründer näher beleuchtet. Seit den 70er Jahren zählen die Gebäude von Wright zu den Natural Historic Landmarks und haben neben einem Preis für Architektur auch die Aufnahme in das National Register of Historic Places geschafft.
Als wir den Bus betreten mischt sich Vorfreude mit leichten Bedenken der Schüler, denn als nächstes werden sie von ihren Gasteltern und ihrem Partner an der Nicolet Highschool abgeholt. “Hoffentlich klappt alles / Haben die Eltern Zeit für mich? / Was soll ich machen, wenn mir das Essen nicht schmeckt?” … Eine aufregende Zeit liegt vor den siebzehn Schülern, die schon wenige Minuten später in den Autos ihrer Host Families sitzen und vom Schulgelände fahren.
Wir sind schon gespannt, was sie uns morgen bei unserem Tag in Milwaukee alles berichten werden.
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